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Dark Places – Gillian Flynn

Ich hatte es schon so lange vor und kam dann doch nie dazu. Doch jetzt ist es so weit, meine Rezension zu Dark Places kommt online! Nachdem ich das erste Buch, das ich von der Autorin Gillian Flynn gelesen habe, schnell zu meinen Lieblingsbüchern zählte, war klar, dass ich mehr von ihr lesen muss. Dieses Buch war Gone Girl und es war wirklich spannend, fesselnd und auch überraschend.

Ich bin kein Krimifan und das hauptsächlich, weil ich keine Kommissar-Geschichten mag und Krimis für gewöhnlich damit einhergehen. Trotzdem will auch ich ab und an etwas spannendes und wegen mir auch etwas mit Mord und Totschlag lesen, statt in der ewigen Dramawelt eines Teenagers zu schmöckern. Also griff ich zu Dark Places. Gefährliche Erinnerung von Gillian Flynn, dank Gone Girl mit sehr hohen Erwartungen.

Zum Inhalt: (Achtung, Spoilergefahr!) Libby Day war erst sieben Jahre alt, als ihr jugendlicher Bruder ins Gefängnis kam, weil er ihre Mutter und Schwestern brutal ermordet haben soll. Libbys Aussage war damals ausschlaggebend dafür gewesen, dass ihr Bruder verurteilt wurde, denn sie hatte das Massaker überlebt, sie war eine Augenzeugin. Jetzt ist Libby schon über dreißig und, verzeiht mit die Ausdrucksweise, aber ich würde sie als abgefuckt bezeichnen. Sie lebte all die Jahre von einer Art Mitleidsfont, auf den betroffene Mitmenschen der kleinen Libby Geld überwiesen, als könnte sie damit ihre Familie ersetzen. Doch der Font neigt sich dem Ende zu und Libby gerät in Geldnot. Ihr letzter Ausweg: Die Treffen einer mordfalllüsternen Truppe, die ihre Erinnerungen an damals erwecken.

Meine Meinung: Bei einem Mordfall bildet sich jeder Mensch seine eigene Vermutung darüber, wer die Tat wohl begangen haben könnte. Das habe natürlich auch ich getan. Hat Ben wirklich seine Familie umgebracht? Je weiter ich lies, desto mehr war mir klar, worauf das ganze hinaus lief. Damit will ich jedoch nicht sagen, dass das Ende vorhersehbar wäre. Spannend bleibt es alle mal! Stück für Stück erfahren wir Dinge aus der Vergangenheit, die alle Zweifel an unserer Vermutung ausräumen. Und im nächsten Kapitel werfen wir diese Sicherheit wieder über Bord, denn wir erfahren einen anderen Kracher. So hält Gillian Flynn den Leser am Ball. Sehr interessant ist dabei der Perspektivenwechsel. Während Lilly sich zu erinnern beginnt, schlüpft der Leser auch in Bens Sicht und die der Mutter. Somit erfährt man nach und nach alle Einzelheiten des besagten Tages. Flynn hat komplexe Charaktere erschaffen, deren Gedanken eine passende Atmosphäre schaffen. Auch wenn das Buch Gone Girl nicht auf meiner Topliste ersetzen kann, ist es doch sehr empfehlenswert – es sei denn man ist eher dünn besaitet.

8. Satz: Ich war kein liebenswertes Kind, und ich entwickelte mich auch zu keiner liebenswerten Erwachsenen.

Kurz und knapp:

#spannend #düster #brutal #komplex #satanismus

Den Hochkaräter (Amazon ;)) gibt’s hier für 9,99 Euro zu kaufen.

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