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Viermal große Liebe mit Sahne – Julia Lawrinson

Manchmal frage ich mich, was sich Menschen dabei denken, wenn sie einem ausländischen Buch einen deutschen Titel geben. In vielen Fällen sind die Originaltitel einfach viel passender! In diesem Fall nämlich, finde ich den deutschen Titel überaus unpassend und bin fest davon überzeugt, dass er Leute davon abhalten wird, das Buch zu kaufen. Mit der großen Liebe hat das Buch eigentlich recht wenig zu tun und wie die Sahne da rein passt, ist mir ein Rätsel. Der Originaltitel Losing it passt da schon deutlich besser, schließlich geht es den vier Mädels hier darum, ihre Jungfräulichkeit zu verlieren und für sie hat es leider recht wenig mit Liebe zu tun.

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Zum Inhalt: Bree, Abby, Mala und Zoe verbindet vor allem eines: Sie alle haben ein Stipendium an einer renommierten Schule bekommen und gelten deshalb als Geeks, was sie mehr oder weniger zu Außenseitern macht. Zu Beginn des zwölften und letzten Schuljahrs schließen sie einen Pakt, nämlich ihre Jungfräulichkeit noch vor der Abschlussfahrt zu verlieren und somit das Klischee der Abschlussfahrt-Entjungferung zu umgehen. Die Regel ist, dass sie den anderen erst auf der Fahrt von ihren Ereignissen berichten und bis dahin alles geheim halten.  Und eben das sorgt am Ende für die große Überraschung.

Meine Meinung: Ich bin mir nicht sicher, ob es mir gelingt diese Rezension völlig spoilerfrei zu gestalten, da ich mir hier gewissen Dingen Luft machen muss, die durchaus zu viel verraten werden. Falls ihr also nicht zu viel erfahren wollt, solltet ihr an gekennzeichneter Stelle nicht weiter lesen ;). Am Anfang war ich etwas vom Schreibstil (oder vielleicht auch der Übersetzung?) enttäuscht, denn das erste Kapitel, geschrieben in der dritten Person, ist ziemlich einfach geschrieben. Generell bin ich mir nicht sicher, ob von Kapitel die Rede sein kann, denn das Buch ist in sechs verschiedene Abschnitte unterteilt und dazwischen kommen eigentlich keine Kapitel. Abschnitt eins: Die erste Woche der zwölften Klassen, in der der Pakt geschlossen wird. Darauf folgen die Schilderungen der Erlebnisse der vier Freunde und am Schluss die Woche der Abschlussfahrten. Sobald die Mädchen anfangen zu erzählen und in der ersten Person berichtet wird, ändert sich der Stil total und man kann flüssig und leicht lesen. Es hat wirklich Spaß gemacht den einzelnen Erfahrungen der Mädchen zu lauschen, auch wenn ich manchmal das Gefühl hatte, dass sie sich eher wie 16 Jährige aufführen, dabei sind die Mädchen schon 18 Jahre alt. Vielleicht liegt es am Kulturunterschied und in Australien benimmt man sich mit 18 anders als in Deutschland, jedenfalls kamen sie mir an manchen Stellen etwas kindlich vor. Dabei muss ich aber auch sagen, dass sie auch von Sachen berichten, die weit vor ihrem 18. Lebensjahr passiert sind. Witzig wird es, sobald man Abbys Teil gelesen hat, die als zweites dran kommt. Denn dann sieht man, wohin das ganze führt. (JETZT KOMMT DER SPOILER) Denn die Mädchen verlieren mehr oder weniger alle ihre Jungfräulichkeit mit dem selben Jungen. Und eben das ist der Grund, warum ich so darauf erpischt war weiterzulesen und zu erfahren, wie sie reagieren, wenn sie eben das am Ende erfahren. Die Reaktion ist dabei durchaus weniger so, wie ich es erwartet hätte, denn niemandem macht es wirklich etwas aus, dass alle was mit dem selben Jungen hatten. Okay, den meisten hat er nicht wirklich was bedeutet, weshalb ich auch zu Anfang erwähnte, dass es hier nicht groß um Liebe geht. Nur eine ist wirklich in den Jungen verliebt. Und ihre Reaktion kann ich auch gar nicht nachvollziehen. Über das Verhalten des Jungen möchte ich jetzt gar nicht erst anfangen, jedenfalls halte ich nicht viel von ihm…Überhaupt finde ich es schade, wie die Mädchen ihre Jungfräulichkeit herunterspielen und daraus ein Spiel machen, anstatt sie an einen Jungen zu verlieren, dem sie etwas bedeuten. Ich hoffe, dass sich andere daran kein Beispiel nehmen werden! Gegen Ende, in Brees Teil, wird es wenigstens noch etwas tiefgründiger und ein spannendes Thema wird aufgeschlagen!

Im Großen und Ganzen fand ich das Buch recht amüsant und leicht zu lesen. Gleichzeitig hatte ich schon lange nicht mehr so viel über ein Buch zu sagen, wie in diesem Fall.

13. Satz: „Nur, wenn du seinen Charakter ignorierst.“

Kurz und Knapp:

#Teenager #Sex #Oberflächlich

Für 9,99 Euro könnt ihr das Buch hier beim Verlag kaufen.

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Ein Kommentar zu „Viermal große Liebe mit Sahne – Julia Lawrinson

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