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Nach der Party – A. Beatrice DiSclafani

Eintauchen in vergangene Zeiten, das Leben, das Denken und Benehmen. All das war durch Nach der Party möglich. A. Beatrice DiSclafani entführt uns in die 1950er Jahre nach Texas, wo die Welt so anders scheint, als meine momentan. Aus dem Blickwinkel von Cece Buchanan – der Name, sowie die Handlung erinnerten mich etwas an The Great Gatsby – erfahren wir etwas über die mysteriöse und beliebte beste Freundin Joan Fortier.

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Zum Inhalt: Texas in den 1950er Jahren: Joan Fortier ist das Epizentrum der Welt der Schönen und Reichen von Houston. Groß, blond, atemberaubend schön und unabhängig, zieht sie alle Blicke auf sich. Jeder Mann scheint sich nach ihr zu verzehren, jede Frau ihr nachzueifern. Texas ist in diesen Tagen eine starr geordnete Welt. Das Geld sprudelt hier wie das Öl aus den Fördertürmen, aber Freiheit, Macht und Einfluss haben nur die Männer. Was aber, wenn eine Frau sich aus der Norm bewegt? Und wie wirkt sich das auf ihre beste Freundin aus? Cece Buchanan ist Joans Freundin seit Kindertagen. Sie hat sich der glamourösen Freundin verschrieben, mit Haut und Haaren. Früh verwaist, sehnt Cece sich nach Zuneigung und Anerkennung und lebt als Ehefrau und Mutter die Rolle, die Frauen in dieser Welt zugestanden wird. Doch in ihrer Verschworenheit mit Joan wird sie deren Komplizin und Zeugin ihrer Eskapaden, die bis an den Rand der Selbstzerstörung gehen. Bis Cece eine Entscheidung treffen muss mit Folgen für sie beide …

Meine Meinung: Das Buch hat mir vor allem eins gezeigt: das man sich nicht zu sehr in Anhängigkeit eines Menschen stellen sollte, besonders wenn man merkt, dass dieser nicht genau so abhängig von einem selbst ist. Cece wirkte auf mich von Anfang an als zu naiv und besessen von ihrer besten Freundin, dass mich das sogar mit der Zeit richtig genervt hat. Obwohl sie sich immer wieder selbst sagt, dass ihre Beziehung zu Joan, oder viel mehr das, was sie daraus macht und dafür gibt, nicht gut für sie ist, schafft sie es nicht, sich von ihr zu lösen und kehrt immer wieder in ihre Position als „Anhängsel“ der großen Joan Fortier zurück. Dabei bemerkt sie gar nicht, dass nicht alle dieses großartige Bild von Joan besitzen. Für ihre Freundschaft setzt sie sogar ihre Ehe aufs Spiel, ohne ebenso viel von Joan zurückzubekommen. DiSclafani zaubert hier einen schönen Roman, mit einer Thematik, die ich so noch nicht oft gelesen habe. Spielte der Roman im 21.Jahrhundert, hätte sich vielleicht alles anders entwickelt, denn die Gesellschaftsmuster tragen eine große Rolle.

Leider habe ich auf jeder zweiten Seite Fehler entdeckt, entweder fehlte ein ganzes Wort oder ein Buchstabe. Diese Auflage sollte dahingehend wirklich überarbeitet werden, denn mit der Zeit hat es mich richtig gestört! Abgesehen davon gefällt mir das Cover sehr gut und auch das ganze Buch ist unterhaltend und regt zum Denken an!

18. Satz: Ich sage nicht, dass meine Liebe zu ihr meine erste Empfindung war, meine erste Erinnerung.

Kurz und knapp:

#Freundschaft #50erJahre #WeltderReichenundSchönen #Drama

Für 19,99 Euro beim Verlag zu haben.

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Ein Kommentar zu „Nach der Party – A. Beatrice DiSclafani

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